Salzburg. (may) Im Gleichschritt Richtung Endspiele - Red Bull Salzburg und der Lask bleiben im heimischen Vereinsfußball das Maß aller Dinge. Nach souveränen Auftaktsiegen in die Meisterrunde wartet vor dem vorentscheidenden Bundesliga-Spitzentanz am Sonntag in Pasching noch im Cup das Fernduell um den Endspieleinzug: Sowohl die Salzburger (am Mittwoch zu Gast beim GAK), als auch die Linzer (zuhause gegen Rapid) gelten dabei als Favoriten auf das Finale am 1. Mai in der Generali-Arena.

Dank Munas Dabbur bleibt für den Serienmeister im Liga-Titelduell vorerst alles beim Alten, also bei einem Vier-Punkte-Polster auf die Linzer. Mit seinem Viererpack beim 5:1-Sieg gegen die Austria fixierte der Israeli am Sonntag auch ein persönliches Karriere-Highlight. Die Torschützenkrone, der Meistertitel und Cupsieg sollen vor seinem Absprung zum FC Sevilla nach Saisonende in den nächsten Wochen folgen. Dabei war Dabbur hauptverantwortlich dafür, dass der Start in die Meistergruppe nicht verpatzt wurde. Nach einem 1:1 zur Pause drehte die Red-Bull-Truppe vor eigenem Publikum erst nach dem Seitenwechsel auf und schoss den Gegner regelrecht ab.

"Das Spiel gegen den Lask ist für uns extrem wichtig, das wollen wir unbedingt gewinnen. Zuerst gilt aber unsere volle Aufmerksamkeit dem GAK, denn wir wollen den Cup wieder nach Salzburg holen", sagte Dabbur. Beim Regionalligisten sind die Salzburger am Mittwoch (18 Uhr) im ersten Halbfinale zu Gast; der Lask trifft im Anschluss (20.30 Uhr) auf den Rekordmeister.

Das Selbstvertrauen ist bei beiden Liga-Topteams jedenfalls enorm. Salzburg stellte mit dem 40. Heimspiel ohne Niederlage in Folge einen neuen Liga-Rekord auf und gewann im 23. Meisterschaftssaisonspiel zum 18. Mal. Und auch die Linzer Brust ist breit: Nach dem ungefährdeten 3:0-Erfolg beim WAC steht die 13.Ligapartie ohne Niederlage en suite zu Buche. Unmissverständlich ist daher die Ansage von Coach Oliver Glasner. "Wir wollen am Mittwoch ins Cup-Finale einziehen. Das ist ein supergroßes Ziel von uns."

Im Lavanttal spielten die Oberösterreicher erneut ihre bekannten Qualitäten aus, auch wenn der Trainer nicht ganz glücklich wirkte. Vor allem die Passivität nach Seitenwechsel stieß ihm sauer auf - selbst wenn das angesichts des 3:0-Pausenstands nachvollziehbar schien. "Mit dem Auftritt in der zweiten Hälfte war ich nicht zufrieden, da haben wir zu viel auf Verwaltung gespielt. Dadurch hat der WAC die eine oder andere Chance gehabt", erläuterte Glasner. "Natürlich ist es Jammern auf hohem Niveau, aber nur das bringt uns weiter."

"Lask ist eine harte Nuss"

Volle Konzentration wird auch nötig sein, denn im Cup sind angeschlagene Gegner wie Rapid - mit einem 3:0 über Admira ins Play-off gestartet - stets gefährlich. "Der Lask ist eine harte Nuss auswärts, aber bei uns geht der Pfeil im Frühjahr nach oben. Wir haben genug Selbstvertrauen, trauen uns zu, den Lask zu besiegen", meinte etwa Rapid-Coach Dietmar Kühbauer.