Wien "Das hat uns alle tief getroffen. Mir war damals aber klar, dass ich etwas tun will und muss. Aber es hat ein wenig gedauert, das alles zu verdauen", erinnert sich Yvonne Rueff gegenüber der "Wiener Zeitung" an den plötzlichen Krebstod ihrer Freundin Katharina Urrisk im Jahr 2006. Aus diesem tragischen Ereignis erwuchs der "Dancer Against Cancer"-Wohltätigkeitsball, der 2007 das erste Mal im Zeichen der Wiener Krebshilfe veranstaltet wurde. Am Samstag, dem 6. April, findet er erneut statt.

Anfangs noch im Austria Center, hat der Ball seit 2010 seinen festen Platz in der Hofburg. Kamen beim ersten Ball noch 20.000 Euro zustande, wurden in Wien mittlerweile mehr als 800.000 Euro für Krebshilfe-Projekte lukriert. In diesem Zusammenhang erwähnt Rueff, dass einige Ballgäste großzügig spenden, obwohl sie selbst nicht viel haben.

"Diesen Menschen bin ich für ihre Hilfsbereitschaft sehr dankbar", hebt die Leiterin der Wiener "Tanzschule Rueff" hervor. Die Ballerlöse gehen jedes Jahr an unterfinanzierte Projekte der Krebshilfe, beispielsweise zur Unterstützung krebskranker Eltern oder Männergesundheit. Dieses Jahr liegt die rasche psychologische Unterstützung bei einer Krebserkrankung im Vordergrund. "Aktuell beträgt die Wartezeit für eine psychoonkologische Betreuung nach der Krebsdiagnose an die sechs Wochen. So lange kann man niemand mit dieser schweren Diagnose alleine lassen", betont Rueff.

Unterstützung durch Freiwillige

Der Erfolg und das bloße Zustandekommen des Balls ist das Werk von mehr als 80 freiwilligen Helfern. "Viele aus der Tanzschule haben von Beginn an mitgeholfen. Sie kannten Katharina und das war ihnen ein großes Anliegen. Auch viele Freunde und Verwandte legen sich immer wieder ins Zeug", zeigt sich Rueff dankbar. Unterstützung kommt nicht nur von den Helfern. Die AKM/Austro Mechana befreit den Ball von allen Gebühren, da die Musiker ausnahmslos unentgeltlich auftreten, erzählt Rueff. Auch zahlreiche Sponsoren konnten für da Projekt begeistert werden.

Das "Dancer Against Cancer"-Projekt ist längst über den Ball in der Hofburg hinausgewachsen. Ein Charity-Kalender, Filmpremieren und andere Veranstaltungen wie Schaubackevents generieren Spenden. Außerdem würden viele Veranstalter mit der "Dancer-Against-Cancer"-Schirmherrschaft ihren Veranstaltungen eine karitative Note verleihen wollen.