Als ehemaliges Mitglied der geheimnisumwitterten Unit 8200 des israelischen Geheimdienstes plaudert Dov Alfon aus der Schule – oder zumindest legt sein Roman es nahe. Darin schildert er die (fiktiven?) Abläufe im Nachrichtendienst, die die Ermordung eines Israelis auf dem Pariser Flughafen auslöst. Die chinesischen Täter haben offenbar den Falschen erwischt, und so jagt in Paris ein hiesiger Kriminalrat gemeinsam mit einem israelischen Agenten einerseits die Täter und sucht andererseits die eigentliche Zielperson, während in Israel interne Intrigen ausgefochten werden, in die sogar der Premierminister involviert ist. Mittendrin steckt die interimistische Leiterin der Sondergruppe der Unit 8200, die den Überblick zu bewahren versucht.

Die über etwas mehr als 24 Stunden hinweg minutiös abgebildete Handlung ist voller Wendungen und birgt die eine oder andere Überraschung. Manche in Israel angesiedelten Passagen muss man allerdings sehr genau lesen, um nicht den Faden zu verlieren.

Dov Alfon: Unit 8200
Rowohlt; 478 Seiten; 16,50 Euro