Auch "Monsieur Claude und seine Töchter" erleidet in seinem Sequel das Nachfolge-Syndrom: Der Witz an der extremen Überzeichnung der Klischees in einer Culture-Clash-Komödie voller rassistischer Schenkelklopfer ist bereits bekannt. Nun gibt es nach rund vier Jahren lediglich einen Nachschlag, der wenig Überraschendes bietet: Papa Claude (Christian Clavier) hat sich inzwischen damit abgefunden, dass seine gutbehüteten Töchter Männer mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft geheiratet haben: einen Muslim, einen Chinesen, einen Juden und einen Schwarzen. Weil aber die Schwiegersöhne nach einer gescheiterten Unternehmensgründung in Frankreich keine Zukunft sehen, möchten diese mit Claudes Töchtern und Enkelkindern in ihren Herkunftsländer ihr Glück versuchen.

Nun gilt es für Monsieur Claude und seine Frau Marie (Chantal Lauby) alle davon zu überzeugen, wie lebenswert Frankreich doch eigentlich ist: Er greift tief in die Tasche, um etwa den arbeitssuchenden Schauspieler-Schwiegersohn eine Rolle am Theater zu beschaffen, oder einem anderen einen Job bei einer hiesigen Bank.

Es hat den Anschein, als wären Regisseur Philippe de Chauveron und Drehbuchautor Guy Laurent mühevoll auf der Suche nach einer Geschichte für das Sequel gewesen und hätten dabei probiert, nach gleichem Schema des Erstlingserfolgs 2014 den zweiten Teil zu konstruieren. Doch es mangelt an Tempo und Ideen.