"Scheiden tut weh"

Dossier

Scheiden tut weh. Egal wer oder was auseinandergeht, einfach ist es selten. Und am Ende wird im Austausch für den Kraftaufwand eine Form der Energie freigesetzt – sei es die vitale Kraft der Befreiung oder die trübe Trauer einer erlittenen Trennung. Das aktuell wohl am heftigsten debattierte und komplexeste Scheidungsverfahren ist der Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Es dominiert die Medien wie kein anderes Thema und liefert den Anlass, sich das Phänomen der Trennung und der Scheidung näher anzuschauen.

Die in die Höhe schnellenden Scheidungsraten in Österreich etwa, die auch mit sich bringen, dass sich neue Familienmodelle etablieren; ein Überblick über aktuelle Trennungsbestrebungen von ganzen Staaten und einzelnen Regionen; eine Typologie der Trennungsarchetypen; die Frage, warum man sich von bestimmten Gegenständen nicht zu trennen bereit ist; Mülltrennung, die als Urban Mining eine Wiedergeburt feiert; oder nicht zuletzt die Rolle, die Trennungen in der Popmusik spielten und spielen.

Was all diesen Aspekten gemein ist? Sie zeigen die ungeheure Kraft auf, die jede Form der Spaltung freisetzt. Und sie lassen erkennen, dass trotz ihres zerstörerischen Rufes, die erste aller Trennungen, die Zellteilung nicht weniger in sich birgt als die Quelle allen Lebens.

Interview 6
Scheidung auf Britisch Familienanwältin Carmen Thornton hat britische Wurzeln und war einige Zeit in Brüssel tätig. Sie ist Scheidungsspezialistin.

"Scheiden tut weh"

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